Blond Eckbert
Judith Weir
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TermineEine der erfolgreichsten Opern der letzten Jahre kommt endlich nach Hamburg. Die Oper Blond Eckbert der schottischen Komponistin Judith Weir begeistert seit ihrer Uraufführung Zuschauer u. a. in London, Berlin, Wien, Kiel und Antwerpen.
Besonders Judith Weirs Musik, die in ihrer Klarheit und Emotionalität leicht zu begreifen ist, trägt zum Verständnis und zur Beliebtheit dieser Oper bei.
„Glaubt nicht, daß, was ich erzähle, ein Märchen sei...“ So beginnt die Erzählung "Der blonde Eckbert" von Ludwig Tieck aus dem Jahre 1797, das erste romantische „Kunstmärchen“. Und wenig märchenhaft ist in der Tat, was sich hier abspielt: Fast ein Jahrhundert vor der Tiefenpsychologie enführt uns dieses „Märchen“ in düstere und verstörende Seelenabgründe...
Mit großen Stimmen und einem zehnköpfigen Orchester unter der Leitung von Klaus D. Jung inszeniert Martin E. G. Anhalt eine Reise in die Albtraumwelt hinter der Alltagsnormalität.
Diese Produktion wird von der Behörde für Kultur, Sport und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg gefördert.
Das Medium
Peter Maxwell Davies
Stripsody
Cathy Berberian
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In Peter Maxwell Davies' Das Medium erleben wir eine Geisterbahn-Reise durch die Innenwelt einer Jahrmarkts-Wahrsagerin, die von Seelen der Verstorbenen besucht, von Geistern der Vergangenheit verfolgt und von Dämonen besessen wird. Die Grenzen zwischen Schein und Wirklichkeit werden brutal niedergerissen, und die Zuschauer müssen ein düsteres Geheimnis entschlüsseln...
Davor erleben Sie in Stripsody der Sängerin und Komponistin Cathy Berberian eine völlig andere Welt, die grelle, heitere und schnelle Welt der Cartoons und Comic Strips. In wildem Tempo wechseln Szenen, Stimmungen und Dialoge einander ab, wieder dargestellt duch eine einzige Sängerin.
Ein Abend mit zwei Ausnahmesängerinnen in Extremsituationen.
Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte
Michael Nyman, Oliver Sacks
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Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte des für seine Filmmusik (Das Piano, Gattaca, Prosperos Bücher) bekannten Komponisten Michael Nyman, nach dem gleichnamigen Bestseller von Oliver Sacks, nimmt uns mit auf eine faszinierende Reise in die Wahrnehmungswelt eines erfolgreichen Gesangslehrers, der seine Umwelt auf bizarre Weise anders sieht als die anderen, eine Welt voller geometrischer Formen und Farben, die er jedoch nicht als Dinge des alltäglichen Lebens erkennen kann. Wie er sich trotzdem in dieser Welt, die mit komplizierten Geldbörsen, freundlichen Briefkästen und halben Straßen bevölkert ist, zurechtfindet, und welche Rollen dabei seine Frau und Schumanns Dichterliebe dabei spielen, wird uns im Laufe dieser tragikomischen Entdeckungsreise bewußt.
Das Telefon (oder die Liebe zu dritt)
Gian Carlo Menotti
Miss Donnithorne's Maggot
Peter Maxwell Davies, Randolph Stow
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Das Telefon (oder die Liebe zu dritt) von Gian-Carlo Menotti ist eine witzige, kleine Komödie um die verzweifelten Versuche eines jungen Mannes, seiner ständig telefonierenden Freundin einen Heiratsantrag zu machen. Im Handyzeitalter aktuell wie nie zuvor!
Miss Donnithorne's Maggot hingegen beleuchtet eine Beziehung, die nie stattfand: Die wahre Geschichte einer Australierin des 19. Jahrhunderts, die am Hochzeitstag von Ihrem Bräutigam verlassen wurde und danach jeden Tag ihres Lebens zu Hause im Hochzeitskleid allein ihre Vermählung feierte. Eine ebenso grotesk-komische wie anrührende Geschichte über Verlust, Illusionen und letztendlich die Stärke eines ungewöhnlichen Lebensentwurfs.
Das Tagebuch der Anne Frank
Grigori Frid
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Das Tagebuch des jüdischen Mädchens, das 1929 in Frankfurt geboren wurde und 1945 im KZ Bergen-Belsen starb, wurde zu einem literarischen Welterfolg. Trotz der Schrecken, vor denen ihre Aufzeichnungen entstanden, erzählt Anne nämlich auch die Geschichte eines heranwachsenden Mädchens: seiner Hoffnungen, Wünsche, seiner Freuden, Nöte und Konflikte. Mit der Veröffentlichung ihres Tagebuchs wurde Anne Frank zum Gegen-Symbol zur Taubheit der NS-Diktatur, die jede Individualität und jeden Idealismus derjenigen zerstören wollte, die sie zu Opfern werden ließ.
In seiner Mono-Oper von 1969 hat der russische Komponist Grigori Frid (geb. 1915) diesem lebendigen Geist der Anne Frank ein musikalisches Denkmal gesetzt. Auf der Grundlage des Original-Tagebuchs schildert die Oper in knappen Bildern das Schicksal des 13-jährigen Mädchens, das davon träumte, Schriftstellerin zu werden.
Das Wichtigste war dem Komponisten, der unter Stalin selbst Verfolgung erlebte,
"kein Wort am Text zu ändern, nichts hinzuzudenken". Entsprechend orientierte er sich in der musikalischen Umwandlung des Libretto an der den Aufzeichnungen innewohnenden poetischen Tiefe und trägt so der Tragik des Erlebten gleichermaßen Rechnung wie Annes spielerisch-lyrischer Ausdruckskraft. Frids Verdienst ist es, in seiner unmittelbar wirkenden Musik die leichten, schweren und die überpersönlichen Seiten der Tagebucheinträge erlebbar zu machen.
In seiner Inszenierung mit Diana Piticas als Anne konzentriert sich Regisseur Martin E.G. Anhalt auf die stringente Erzählung des Seelendramas der jungen Heranwachsenden, zwischen Angst und Sehnsucht, Verzweiflung und Spielfreude. Auf diese Weise vermag er die Balance zwischen der fortwährenden emotionalen Aktualität des Stoffes und der Einordnung in die Geschichte herzustellen, so dass sich das Stück für Operneinsteiger wie -Liebhaber eignet.